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Ein Unternehmen auf dem Erfolgskurs

10.05.2005

Creussen / 10. Mai 2005: Ein Unternehmen auf Erfolgskurs: Hohe Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter sichern der Firma PASS Stanztechnik AG ihren Platz ganz oben in Creußen.

Das Unternehmen steht in Creußen ganz oben. Ganz oben im Gewerbegebiet. Und ganz oben ist die Firma auch, gemessen an den Erfolgen. Der KURIER unterhielt sich mit Vorstandsmitglied Michael Bauer der Firma PASS Stanztechnik AG.

KURIER: Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen 400 000 Euro investiert, um mehr Platz zu haben für den Vertrieb, die Mitarbeiterzahl wurde von 34 auf 88 erhöht. Wie erklären Sie sich diese Erfolge inmitten von Insolvenzen und Verlagerungen ins Ausland?

Bauer: Entstanden ist die heutige PASS Stanztechnik AG in ihren Ursprüngen 1982 aus der PASS Anlagenbau GmbH. Mit den Jahren wurde daraus ein eigenes Geschäftsfeld, aus dem 1995 ein eigenständiges Unternehmen hervorging, welches die komplette Werkzeugproduktion, den Vertrieb und einen großen Teil der Mitarbeiter übernahm. Die Mitarbeiterzahl wurde in den Jahren 1995 bis 2005 von 34 auf 88 gesteigert.

Den Hauptgrund für diesen Erfolg kann man in der Spezialisierung im Nischenmarkt suchen. Vor allem auch das Angebot Komplett- und Speziallösungen, das eine enorme Fertigungsbreite- und tiefe bietet, schafft gegenüber dem Wettbewerb einen enormen Vorteil. Das technische Know-how, das aufgrund der langjährigen Erfahrung der Mitarbeiter erarbeitet wurde, rundet diesen Vorteil ab.

Nicht unterschätzen darf man die Flexibilität eines mittelständischen Unternehmens, da eine just-in-time-Fertigung und –Lieferung angeboten wird.

KURIER: Was genau muss man sich unter PASS Stanztechnik AG vorstellen, und wofür produzieren Sie?

Bauer: PASS Stanztechnik AG ist Hersteller von Stanz- und Umformwerkzeugen beziehungsweise Präzisionswerkzeugbau für CNC-gesteuerte Stanzautomaten, verschiedener Fabrikate. Der Kundenkreis ist über alle Branchen, die Blech bearbeiten, verteilt, etwa Schaltschrankbau, Elektroindustrie, Automobilindustrie, Fahrzeugbau, Stahlmöbelhersteller, Bauzulieferer, Lampen- und Leuchtenhersteller, Landmaschinenhersteller und Lohnfertigungen.

Hergestellt werden die Werkzeuge in einer tiefgehenden mechanischen Fertigung. Die Facharbeiter betreuen einen modernen und relativ großen Maschinenpark. Ausnahmslos CNC-gesteuerte Maschinen werden eingesetzt und sorgen dafür, dass sich einmal gefertigte Werkzeuge in Zukunft mit 100 Prozent Genauigkeit reproduzieren lassen. Zu den Ausrüstungen zählen nebenbei mehrere Drehmaschinen, CNC Bearbeitungszentren sowie eine vollautomatische Erodierverkettung. CNC.-Schleifmaschinen sorgen für die benötigte hohe Genauigkeit.

KURIER: Sie behaupten sich gegen die Konkurrenz. Oder sind Sie konkurrenzlos glücklich?

Bauer: Maschinen – gebaut von Trumpf, amada oder Salvagnini – sind eines, Werkzeuge das andere. Die meisten namhaften Hersteller von Blechbearbeitungsmaschinen haben ihr eigenes Werkzeugsystem für ihre Maschine entwickelt mit denen eine optimale Produktivität erzielt werden kann. Trotzdem bleibt ein Markt für unabhängige Werkzeugspezialisten. Eine „harte Konkurrenz“ zu den Maschinenherstellern gibt es jedoch nicht, da 60 Prozent des Umsatzes mit Sonderwerkzeugen gemacht werden, die das Standardwerkzeugangebot sinnvoll ergänzen und mehr aus den Maschinen rausholen.

KURIER: Wieso wählten Sie den Standort Creußen?

Bauer: Als man sich entschied, ein eigenes Gebäude zu bauen, da die angemieteten Räume immer enger wurden, wurde zuerst das Einzugsgebiet aller Mitarbeiter erkundet – man wollte keinen einzigen Mitarbeiter verlieren sowie allen Mitarbeitern die gleiche Chance auf einen relativ gleichen Arbeitsweg geben. PASS Stanztechnik AG legte großen Wert auf ihre Mitarbeiter, die aus Facharbeitern bestehen. Eine hohe Qualifikation und Motivation sind deshalb besonders wichtig.

Ein weiterer ausschlaggebender Grund für den Standort Creußen war das große Engagement der Verwaltungsgemeinschaft Creußen.

KURIER: Sie waren das erste Unternehmen im Landkreis Bayreuth mit EU-Ökoaudit. Wieso ist Ihnen diese Auszeichnung so wichtig?

Bauer: 1998 erhielt die Firma PASS als erste in Stadt und Landkreis Bayreuth das EG-Öko Audit. Zwei Jahre lang wurden unter Mithilfe des Mitarbeiterstabes sowie der Geschäftsleitung die Aspekte der Qualität, Arbeitssicherheit und Umwelt in allen betrieblichen Abläufen geprüft, verbessert und integriert. Das Thema Umweltschutz wurde hoch gehandelt. Die so genannte Öko-Audit-Verordnung hat zum ziel, durch kontinuierliche Verbesserungen der gesamten betrieblichen Umweltsituation – über den gesetzlichen Rahmen hinaus – die Umweltbelastungen von Emissionen aller Art auf ein Minimum zu reduzieren.

Auszug aus dem "Nordbayerischen Kurier" vom 10 .Mai 2005
(externer Link)

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